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'Ente Maus' - Foto Glenn Drößler-Setzke


'Ente Maus' mit Küken, Foto: Elken Schlüfter

F r a u  R a d o l f z e l l
- Der Film -

 

E n t e  M a u s
- Der Film -

 

H a p p y   E n t
- Der Film -

Kamera: Martin Hofmann
Technik: Thomas Bernstein


Fotos: © Stiftung Naturschutz Berlin / Langer Tag der StadtNatur / Kay Fischer 2016

Entenflüstern in der Presse

Berliner Woche 38/2010              Berliner Woche 1/2011               BZ 5. Juli 2014                Berliner Fenster 30. August 2015

 

 

Entenflüstern ...                                      


>> Bitte beachten Sie auch die Hinweise ganz unten (Allgemein und den Link
zum Streckbrief ...). - Danke.



Durch meine Nähe zum 'schönsten Stadtpark der Welt' (Berlin-Steglitz) habe ich
im Laufe der Jahre Freundschaft mit frei lebenden Enten geschlossen. Wer kennt
sie nicht, diese wackelnden, tollpatschigen, ängstlichen und zugleich mutigen Kre-
aturen, deren Gesichtsbacken sich so wölben, als hätten sie gerade eine Pflaume
im Schnabel ? -  Quaaak!


Die Verhaltensweisen der Enten begannen mich zu faszinieren. Sie sind sehr gute
Luftakrobaten, Schwimmer ... - doch an Land wirken sie oft unbeholfen, fast wie
Clowns. Aber der putzige Eindruck täuscht: Das Entenleben kann hart sein. Wer
einmal sich raufende Enten erlebt hat, weiß, wovon ich spreche.

 

Im folgenden Text gebe ich ein paar Beispiele meiner vielen Entenbegegnungen.

 

Stadtpark Steglitz

(Zur Ansicht bitte Bild anklicken)

Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer Stadtpark Steglitz - Foto: Kay Fischer

Fotos: Kay Fischer

 

Elfriede, Jakob und Adele

Angefangen hat es ca. 2003 mit Elfriede. Ich nannte sie so, weil sie sehr zahm, 
eben friedlich war. Ihr folgte Krausi, eine Ente mit einer weißen Linie um den
Hals, dann Lieschen u. Siegfried - und viele andere. Weil regelrechte Bindungen 
entstanden, gab ich den Enten möglichst passende Namen. Viele dieser Enten
sehe ich jedes Jahr wieder, andere sind inzwischen leider im "Entenhimmel" ... 


Im Film 'Happy Ent' kann man sehen, wie Enten hüpfen. Freilich ist das nur mit
Futter möglich. Enten sind erfinderisch und sportlich. Ich konnte beobachten,
wie sie sogar zugeworfene Krümel fangen. 
Manche Enten laufen mir hinterher oder kommen mir sogar entgegen. Wußten
Sie, daß die Weibchen mutiger als die Erpel sind?

Zu meinen ersten Freundschaften gehörte auch Adele, die sich immer auf mei-
nen Schuh stellte und mit sehr markantem Wimmern antwortete. Daß sie früher
einmal (mit Jakob) ein Doppelleben führte und auch im nahen Zierbrunnen ba-
dete, hatte ich seinerzeit jedoch erst spät bemerkt. 

 

 


Enten

Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer Enten - Foto: Kay Fischer

Fotos: Kay Fischer

 

Ente Maus 

Anfangs peilte sie mich bereits im Flug an, um dann direkt vor meinen Füßen zu 
landen - manches Mal überraschte sie mich damit. Das war etwa 2008. In den
ersten Jahren hatte sie nur bis zu sechs Küken, von denen einige nicht überlebten.
Maus war noch eine unerfahrene Entenmutter. Der inzwischen ausgewachsene
Erpel Adalbert kommt aber auch heute noch manchmal zu mir. 


Im Frühjahr 2011 gab es eine große Überraschung: Maus hatte neun, dann 15 Kü-
ken -  sie adoptierte sechs! 
Das Besondere daran war auch, daß Maus auf einmal auf Krähen, Graureiher, 
Teichhühner und sogar auf Hunde  losging, um ihre Küken zu verteidigen. 

 

In einem der nächsten Jahre hielt Maus ihre Küken auf Distanz zu mir. An meinem
Geburtstag fragte ich sie dann, wann sie mir mal endlich Ihre Flauschis vorstellen
würde. Als ich am selben Abend zurückkehrte, kamen plötzlich alle Küken zu mir
gerannt und blieben vor mir stehen, bis Maus endlich auch dazukam und wir uns es
im Gras gemütlich machten. Dieser Moment bleibt wie viele andere unvergessen!

 

Im Laufe der Jahre hat sich eine tiefe Beziehung zwischen uns entwickelt. Erschei-
ne ich am Teich, kehrt Maus, die vielleicht hundert Meter von mir entfernt ist, um
und schwimmt auf mich zu. So auch an Land: Ich kenne ihre Lieblingsplätze und
sie scheint mich zu erwarten: Wenn mir eine Ente in einem besonderen Gang ent-
gegenwatschelt, ist es Maus - freilich erst nach einer genauen Prüfung (Enten ha-
ben sehr gute Augen!). 

 

Leider habe ich Ente Maus seit März 2015 nicht mehr gesehen. Das letzte Mal be-
gegneten wir uns ausgerechnet unter dem Baum, der als Schlußbild im Film "Ente
Maus - Kinderstube" zu sehen ist. Ein Zufall? Ich gebe zu: Ente Maus ist mir sehr
ans Herz gewachsen und es tut mir weh, sie nicht mehr zu sehen. 

 

>> Film-Tipp: "Ente Maus - Kinderstube" ( oben )

>> Homepage-Tipp: "Geldersee.de" -  ein Bericht über den Film ( Link-Auswahl ). 

 



Ente Maus

Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Ente Maus - Foto: Kay Fischer Entenbrücke - Foto: Kay Fischer

Fotos: Kay Fischer

 

 

Erpel Adalbert, ehemaliges Küken von Ente Maus
(Zur Ansicht bitte Bild anklicken)

Erpel Adalbert - Foto: Karla Menge Erpel Adalbert - Foto: Karla Menge Erpel Adalbert - Foto: Karla Menge Erpel Adalbert - Foto: Karla Menge Familie Maus - Foto: Glenn Drößler-Setzke Erpel Adalbert / Wintergefieder - Foto: privat

Fotos: Karla Menge & Glenn Drößler-Setzke

 

 

"Ente Radolfzell im Herbst 2012" (die Geschichte hierzu gibt's im Film, siehe oben)

Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat Ente Radolfzell - Foto: privat

Fotos: privat

 

 

 

Was ist ein Entenflüsterer?


... jemand, der sich über einen sehr langen Zeitraum aktiv mit Enten beschäftigt, 
ihr Vertrauen gewinnt und mit ihnen, wie auch immer, "kommuniziert". 
Viele Menschen fragen mich, woran ich die Enten erkenne. Das ist ganz einfach: 
Am Gefieder, am Schnabel, an der Stimme, am Verhalten und am Gesicht. 

Niedlichguck hatte ein ganz besonderes Gesicht ... 

Eines Tages war sie von neun Küken umgeben, die sie alle durchbrachte! Manch-
mal ließ mich Niedlichguck mit ihren Kleinen sogar für ca. fünfzehn Minuten allein! 
Was für ein Vertrauensbeweis: Sie flog einfach weg und ich hatte die Verantwor-
tung für ihre Flauschis.

 

 

Küken

Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer Küken - Foto: Kay Fischer

Fotos: Kay Fischer


Ente Stürmi

Im harten Winter 2005/06 lernte ich Stürmi kennen. Sie trug ihren Namen seiner-
zeit zu recht, denn sie kündigte sich immer mit dreifachem "Gegrunze" an (Gok-
Gok-Gok) und umrundete mich rennend. Da sie von den anderen Enten immer ge-
bissen wurde (es war ihr erster Winter), nahm ich sie auf die Hand - und so ließ sie
sich bis zum Schluß gerne von mir tragen.


Stürmi sah ich nur im Winter am Kanal, wenn die Stadtparkseen zugefroren waren.
Wo sie im Sommer lebte, weiß ich nicht. Sie hörte auf meine Stimme. Oft schaute
sie mir auf meinen Wunsch hin in die Augen, wärmte manches Mal meine Hände
unter ihrer Fittiche - und ließ tatsächlich auch schon mal einen Erpel wegen mir
sitzen. 
Trotzdem hatte der Vogel natürlich seinen eigenen Willen. Manchmal hatte Stürmi
gar keine Lust auf mich und zeigte mir stattdessen ihren "kalten Flügel". Da sie
sich in den Jahren äußerlich verändert hatte und nie beringt wurde, war es am An-
fang auch immer wieder eine kleine Herausforderung, sie in der Masse ausfindig zu
machen. Aber es gab nur eine Ente, die sich so verhielt, wie sich eben Stürmi ver-
hielt ... und das machte sie unverwechselbar. 

 

Stürmi ist etwa acht Jahre alt geworden, jedenfalls habe ich sie zwei Winter lang
nicht mehr gesehen - sie wird im Entenhimmel sein (Stand: 2014/15).
Acht Jahre lang bin ich jeden Wintertag zu unserer Stelle am Kanal gegangen, habe
sie unter klirrender Kälte und im Licht einer alten Laterne getroffen. Es waren un-
wiederbringliche Momente. 
Bei unseren letzten Begegnungen (Januar 2013) aber zeigte sie Verhaltensverän-
derungen, die auf eine Krankheit schließen ließen. In dieser Phase entstanden die
letzten "Bilder von Ente Stürmi / 3" (siehe unten). 

 

Stürmi - habe Dank für unsere gemeinsame Zeit! 

 

             

Bilder von Ente Stürmi                             > Dezember 2007 - Stürmi ist ca. 2 Jahre alt

(zur Ansicht bitte Bild anklicken)

Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach Ente Stürmi - Foto: Gernot Gerlach

Fotos: Gernot Gerlach

 

 

Bilder von Ente Stürmi / 2                        > Februar 2012 - Stürmi ist ca. 7 Jahre alt

 

Ente Stürmi - Foto: Petra Prager Ente Stürmi - Foto: Petra Prager Ente Stürmi - Foto: Petra Prager Ente Stürmi - Foto: Petra Prager

Fotos: Petra Prager

 

 

Bilder von Ente Stürmi / 3                         > Januar 2013 - Stürmi ist ca. 8 Jahre alt

Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer Ente Stürmi - Foto: Kay Fischer

Fotos: Kay Fischer

 

 

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Allgemein:

 

Hier geht's zum ...

>> Streckbrief Stockente <<

 

 

>> Auch Enten haben eine Seele.
Hunde, Lärm, Stöcker und Hektik mögen sie gar nicht. Ein Modellboot kann
ihnen Angst einjagen. 
Von den "richtigen" Schiffen irritieren sie oft nicht die
großen Kähne, 
sondern kleine Paddelboote. Auf sie wirken sie wie Drachen,
die übers Wasser gleiten.  -  Enten sind Fluchttiere!

 

Zur Ernährung gehören übrigens nicht altes Brot, Kuchen oder Kekse, sondern
Pflanzen (Getreide). 
Verhalten Sie sich Enten gegenüber bitte ruhig und füttern
Sie, 
wenn überhaupt, artgerechtDas bedeutet: In Maßen und nur an Land.
Werfen Sie 
bitte nichts ins Wasser und lassen Sie nichts zurück (Schimmel-
und Rattengefahr). Enten müssen ohnehin nicht ständig essen und finden
genug Nahrung in ihrer natürlichen Umgebung! Werden sie zuoft und falsch
gefüttert, laufen sie Gefahr, krank zu werden.


Ich gebe meinen Enten in der Regel ein paar Haferflocken, gezielt und in kleinen
Mengen. F
risches Vollkornbrot (zerkrümelt) sollte die absolute Ausnahme sein!
Es sind nur kleine Zugaben, mit denen die Enten noch ihre natürliche Lebens-
weise behalten.

Erpelehrenwort!


 

K a y   F i s c h e r



Hinweis:
 Die hier gezeigten Filme und Fotos dokumentieren nur einen Teil meiner
Entenarbeit. Der Umgang mit Tieren setzt Grundkenntnisse voraus, die in diesen
Aufnahmen nicht vermittelt werden können (z.B. Vogelgrippe). Ich stehe im Kon-
takt mit Ornithologen und korrespondiere mit dem NABU. Alles Beschriebene ist
tatsächlich geschehen. 

 

 

                                                          * * *

 

 

Vom Februar bis Oktober 2015 gastierte nach 40 Jahren der erste Schwan im Stadtpark:

 

Schwan Stadtpark Steglitz

Fotos: Kay Fischer

 

 

Enten - Foto: Kay Fischer

Foto: Kay Fischer