Ente Maus
Anfangs peilte sie mich bereits im Flug an, um dann direkt vor meinen Füßen zu landen – manches Mal überraschte sie mich damit. Das war etwa 2008. In den ersten Jahren hatte sie nur bis zu sechs Küken, von denen einige nicht überlebten. Maus war noch eine unerfahrene Entenmutter. Der inzwischen ausgewachsene Erpel Adalbert kommt aber auch heute noch manchmal zu mir.
Im Frühjahr 2011 gab es eine große Überraschung: Maus hatte neun, dann 15 Küken – sie adoptierte sechs! Das Besondere daran war auch, daß Maus auf einmal auf Krähen, Graureiher, Teichhühner und sogar auf Hunde losging, um ihre Küken zu verteidigen.
In einem der nächsten Jahre hielt Maus ihre Küken auf Distanz zu mir. An meinem Geburtstag fragte ich sie dann, wann sie mir mal endlich ihre Flauschis vorstellen würde. Als ich am selben Abend zurückkehrte, kamen plötzlich alle Küken zu mir gerannt und blieben vor mir stehen, bis Maus endlich auch dazukam und wir uns es im Gras gemütlich machten. Dieser Moment bleibt wie viele andere unvergessen!
Im Laufe der Jahre hat sich eine tiefe Beziehung zwischen uns entwickelt. Erscheine ich am Teich, kehrt Maus, die vielleicht hundert Meter von mir entfernt ist, um und schwimmt auf mich zu. So auch an Land: Ich kenne ihre Lieblingsplätze und sie scheint mich zu erwarten: Wenn mir eine Ente in einem besonderen Gang entgegenwatschelt, ist es Maus – freilich erst nach einer genauen Prüfung (Enten haben sehr gute Augen!).
Leider habe ich Ente Maus seit März 2015 nicht mehr gesehen. Das letzte Mal begegneten wir uns ausgerechnet unter dem Baum, der als Schlußbild im Film „Ente Maus – Kinderstube“ zu sehen ist. Ein Zufall? Ich gebe zu: Ente Maus ist mir sehr ans Herz gewachsen und es tut mir weh, sie nicht mehr zu sehen.
Film-Tipp: „Ente Maus – Kinderstube“ > siehe unten …
Homepage-Tipp: „Geldersee.de“ – ein Bericht über den Film ( Link-Auswahl > zur Zeit nicht aufrufbar).





















